Kompaktwissen Männergesundheit

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage!

Ab sofort finden Sie an dieser Stelle meinen 'Blog: Kompaktwissen Männergesundheit'. Warum dieser Blog? In beiden Männergesundheitsberichten ist nachzulesen, dass Männer im Vergleich zu Frauen weniger über Gesundheitsthemen wissen. Hier möchte ich Abhilfe schaffen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erwerbstätige Männer zu 90 % vollzeitbeschäftigt sind und mehr Überstunden leisten als Frauen. Sie erhalten von mir oder anderen Gesundheitsexperten kurz und knackig  fachlich fundierte Beiträge, was Sie für Ihre Gesundheit tun können. Möglichst garniert mit Tipps, die man einfach und schnell umsetzen kann zusammen mit Empfehlungen, wo man weitergehende Informationen erhält.

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Ihr Johannes Vennen

Mythen in der Medizin II

Heute folgt Teil II zu den medizinischen Märchen.

11. Kinder, die Kinderkrankheiten wie Masern durchmachen, haben ein besser geschultes Immunsystem.
Ein gern gehörtes Argument von ‚Impfmuffel‘. Belegen aber lässt sich ein solcher Zusammenhang nicht. Unser Immunsystem kann nicht unterscheiden zwischen einem ‚natürlichen‘ Masernvirus oder ein abgeschwächtes Impfvirus. In beiden Fällen baut er eine Abwehr gegen zukünftige Infektionen auf. Zu unterschätzen ist bei Masern erkrankten Kindern aber nicht die Gefahr einer Lungen- oder Gehirnentzündung (Enzephalitis).

12. Krebsfrüherkennung rettet viele Leben.
Ein heikler Punkt, der aktuell in der Brustkrebs-Früherkennung diskutiert wird. Selbstverständlich gilt das Prinzip, dass ein Krebs umso besser behandelt werden kann, je früher er erkannt wird. Einerseits erkennt die Mammographie zwar einige Tumore. Doch oft ist nicht sicher, ob die Geschwülste gut- oder bösartig sind. Es kommt häufig zu Fehlalarmen (sog. falsch-positiven Befunden), die nicht nur Stress auslösen, sondern sogar schaden können, zum Beispiel im Falle von Biopsien oder wenn sinnlose Operationen durchgeführt werden. Zusätzlich wird der Körper durch die Röntgenstrahlung bei der Mammographie belastet.

13. Rotz in der Nase darf man nicht hochziehen.
Jetzt wird's ein wenig eklig. Durch das Hochziehen wird ein Unterdruck in der Nase erzeugt, der auch den Schleim aus den Nasen Nebenhöhlen befreit. Den darf man dann getrost herunter schlucken: unser Magen wird damit schon fertig.

14. Beim Nasenbluten hilft es, sofort den Kopf nach hinten zu legen.
Das Gegenteil wird mittlerweile empfohlen. Also den Kopf nach vorne beugen, so dass das Blut abfließen kann. Zwischendurch die Nasenflügel zusammen drücken, um die Blutung rasch zu stoppen.

15. Schokolade ist schuld an Akne.
Amerikanische Forscher werteten zu diesem Thema 27 hochwertige Studien aus und kamen zu dem Ergebnis, dass der Zusammenhang zwischen Zucker und Hautbeschaffenheit nur gering ist. Süßes kann lediglich eine bestehende Akne verschlimmern. Für fette Mahlzeiten kann dieser Zusammenhang gar nicht nachgewiesen werden.

16. Rohes Gemüse ist besonders gesund.
Stimmt nicht grundsätzlich, da unser Körper die Vitamine E, D, K und A, weil fettlöslich, nicht aus dem Gemüse aufnehmen kann. Möhren, Paprika oder Tomaten sollten daher gedünstet oder mit etwas Fetthaltigem vertilgt werden.

17. Der Schlaf vor Mitternacht ist der wertvollste.
Auf den Zeitpunkt kommt es nicht an, sondern auf Regelmäßigkeit. Wichtig für die Erholung ist die Tiefschlafphase nach dem Einschlummern. An den Zeitpunkt gewöhnt sich unser Körper. Wer also regelmäßig nach Mitternacht erst zu Bett geht, bekommt also auch seinen wertvollen Tiefschlaf.

18. Eine Rasur lässt das Haar wachsen.
Wer hätte noch eine Glatze, würde dieser Mythos wahr? Nachwachsende Haare sind noch nicht der Sonne ausgesetzt. Insofern erscheinen sie – ohne es zu sein - zumindest bei Dunkelhaarigen dicker und dunkler.

19. Angeschaltete Handys im Krankenhaus stören die elektrischen Geräte.
1993 gab es einen entsprechenden Artikel im ‚Wall Street Journal‘. Allerdings gibt es keine seriösen Studien, die entsprechende Gefahren nahelegen.

20. Wir nutzen nur zehn Prozent unseres Gehirns.
Diese Mythos soll angeblich auf Alber Einstein zurückgehen. Allerdings gibt es keine belastbar überlieferte Aussage von ihm. Auf den Grund gehen kann man die These mit modernen bildgebenden Verfahren. Um dann festzustellen: in jedem Winkel unseres Denkorgans ist ein reges Treiben festzustellen und nicht nur in zehn Prozent.

Quelle:
Die ZEIT Nr. 45/2014

Übergang in den Ruhestand V

Heute kommt der fünfte Teil zum Thema Übergang in den Ruhestand

Die Kunst der Selbstfürsorge "…weil ich es mir wert bin!", lautet ein aktueller Werbespruch für Haarspray. Diese Botschaft prallt an uns Männern locker ab, weil es sich zum einen um ein Produkt für Frauen handelt und zum anderen brauchen die meisten für die wenigen uns verbliebenen Haare kein Styling mehr. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum uns der Spruch so dämlich vorkommen mag: Sich selbst einen Wert zuzuerkennen, ein gesundes Selbstwertgefühl ohne Bezug zu Arbeit, Familie, Freunde etc. zu entwickeln, damit tun sich die meisten Männer schwer.

In der nachberuflichen Lebensphase ist viel Zeit und Raum sich etwas "zu gönnen", sich unabhängig von anderen etwas Gutes zu tun: schon am Vormittag ein Buch lesen, einen langen Sparziergang unternehmen, den lange aufgeschobenen Besuch eines Museums nachholen, Sport treiben, die Ernährung auf Bio umstellen, einfach nur mit einer Tasse Kaffee in der Hand im Garten sitzen, dem Regen zuschauen. Die ganz hohe Schule ist es dann, sich Momente zu gönnen, indem wir einfach nur da sind, ganz im Hier und Jetzt, wach und gelassen (dazu mehr in nächsten Blog).

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Mythen in der Medizin I

In der vorletzten ZEIT-Ausgabe wurden die 20 wichtigsten Medizin-Mythen vorgestellt. Die möchte ich Ihnen natürlich auch nicht vorenthalten. Heute beginne ich mit den ersten zehn Märchen.

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Männer in der Lebensmitte I

Jetzt haben wir schon viel über den Übergang in den Ruhestand erfahren. Vor dem Ruhestand liegt ja die Lebensmitte. Was sich hier bei den Männern tut, darüber berichte ich in loser Reihenfolge.

Bei dem Thema Lebensmitte denkt man sofort an die Midlife-Krise von Männern. Tatsächlich ist in der Fachliteratur durchaus umstritten, ob Männer ab 40 häufiger von Krisen betroffen sind. Meine Erfahrung als Psychotherapeut: Männer entwickeln in allen Lebensphasen Krisen – nicht nur in der Lebensmitte. Wer aber seine bisherigen Lebensübergänge (z.B. Geburt der Kinder, Berufseintritt) gemeistert hat, wird wohl auch mit dem Übergang zur zweiten Halbzeit gut klar kommen.

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Gesundes Surfen I

Das Internet kann zu Ihrer Gesundheit beitragen. Es gibt mittlerweile viele Seiten mit fachlich fundierten Informationen. Sie erhalten jetzt und zukünftig Link-Empfehlungen mit Seiten, die für Sie und Ihre Gesundheit interessant sein könnten.

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Übergang in den Ruhestand IV: Ein Netz von Kontakten knüpfen

Heute Teil IV von Volker Karl Lindenbergs Beitrag 'Übergang in den Ruhestand'

Das halbwegs private Gespräch mit den Kollegen in der Kaffeepause, der Smalltalk auf dem Flur, der kurze Klönschnack mit den Kunden, all das ist auf einmal vorbei. Aber miteinander reden, in Kontakt zu anderen Menschen zu treten, ist eines unserer Grundbedürfnisse. Nur ergeben sich im Ruhestand die Gelegenheiten dazu nicht mehr automatisch. Wir müssen uns jetzt aktiv um unsere Beziehungen zu Freunden und Bekannten kümmern. Feste Verabredungen und spontane Treffen ergeben sich nicht von allein.

Wer keinen großen Freundes- und Bekanntenkreis hat (was wohl für die meisten Männer gilt), kann Anschluss an Gruppen suchen. Sehr hilfreich ist es, sich eine Gruppe, einen Freundeskreis zu suchen, in dem Mann sich in dieser Übergangphase gegenseitig begleitet.

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